U2 Live - Letzigrund Zürich 18.7.2005

U2 - Zürich Letzigrund - 18.07.2005
Bild: U2 - Zürich Letzigrund - 18.07.2005

U2 Live

Band:
U2

Datum:
18.7.2005

Ort:
Letzigrund Zürich



U2 - Oschtis Kommentar

geschrieben von oschti.ch am 18.07.2005

Gleich vorweg, das Konzert war absolute SPITZE, alles drum herum war zum "davonlaufen"... Und bevor ich meinen Kommentar zum Konzert abgebe muss ich doch schnell meinen Frust loswerden Zwinker

Motto des Tages; Oschti z'ersch mau am nä Konzärt(!)

Angefangen hat das "Drama" bereits mit dem Vorverkauf des Konzerts. Am Bahnhof Lyss (sowie an allen anderen Vorverkaufsstellen) konnten kaum 10% der wartenden Fans Tickets ergattern und eine Bestellung über das Internet konnte man wegen Überlastung eh vergessen und somit war das Konzert für mich bereits abgehackt. Mit viel Glück und über Beziehungen konnten wir doch noch ein Paar Karten ergattern, zum stolzen (aber normalen) Vorverkaufspreis von CHF 160.-- (pro Karte versteht sich!). Kaum war der offizielle Vorverkauf beendet wurden auch schon die ersten Tickets für das doppelte bis dreifache des Vorverkaufspreises über eBay oder ähnliche Plattformen gehandelt...

Nun gut, wir hatten ja nun unsere Karten und freuten uns mit Nico und Tanja auf den Gig, bis ca. 1 Woche vor dem Konzert meine Allerliebste meinte, sie müsse also am Montag Nachmittag noch arbeiten Hmpf Nach diversen Abklärungen und Diskussionen konnte ich dann am Sonntag vor dem Konzert Roman als meinen Konzertbegleiter "engagieren". Ein wahrlich spassiger "Ersatz" Grins

Dann ging es am Montag frühzeitig Richtung Zürich. Dummerweise nur bis kurz vor Zürich, denn plötzlich ging auf der Autobahn mal wieder nichts mehr. Der Grund dafür war schnell klar. Es scheint in Zürich NICHT möglich zu sein für eine solche Grossveranstaltung genügend Parkplätze zur Verfügung zu stellen bzw. MINDESTENS einen anständige Signalisation aufzustellen. Die Polizei sowie die Verkehrskadeppen waren hoffnungslos überfordert und so kam es dass wir knapp 2 Stunden in Zürich rumkurvten...

Nach langem Suchen fanden wir dann Platz im Parkhaus (angeschrieben für Pauschal CHF 20.--)... Naja egal, Hauptsache endlich einen Parkplatz gefunden... Bezahlt haben wir letztendlich nur CHF 6.-- da die nette Politesse an der Ausfahrt meinte wir sollen schauen ob es am Automaten billiger ist als die CHF 20.-- Pauschale die wir bei Ihr abdrücken sollten...

Alles prima soweit... Oder doch nicht?! Der grösste Regenschauer kam zwar als wir noch im Auto sassen, trotzdem reichte die kurze Strecke bis ins Stadion um schöööön Nass zu werden (trotz Regenjacke). Einmal im Stadion hörte der Regen zwar auf und nach einer Stunde war auch alles wieder einigermassen trocken, trotzdem ging der Frust weiter und zwar als wir langsam alle ein wenig Hunger bekamen...

Im Kollektiv haben wir dann kurz die Food-Stände "be-äugt" und uns für Hamburger mit Pommes entscheiden. Ist es nötig die riesigen Menschenschlangen vor den Ständen zu erwähnen? Wohl eher kaum. Als wir feststellten, dass man die Pommes, das Getränk und den Hamburger in jeweils einer separaten Schlange holen musste haben wir uns aufgeteilt um nicht den Hamburger schon in der Pommes-Schlange weggefuttert zu haben.

Dann konnte unser Festmahl also stattfinden. Denkste... Das Cola war warm und ohne viel Kohlensäure, das Öl der Pommes-Fritöse wurde seit dem letzten Konzert im Lezi wohl nicht gewechselt und der Hamburger war der Gipfel der Frechheit. Brot - Fleisch - Brot. Und nicht einen tropfen Ketchup oder Senf... Und das für stolze CHF 7.--.

Der Frust war gross (obschon, eigentlich hätte man es ja wissen müssen..) und so philosophierten wir darüber dass wir wohl doch besser dem Chinesen den Vorzug gegeben hätten. Bis sich 2 Mädels zu uns an den Tisch gesellten mit einer - nicht allzu grossen - Portion trockenem Reis mit noch trockenerem Poulet (für CHF 14.--), ebenfalls ohne auch nur einen Tropfen Sauce oder ähnlichem...

Nun gut, schliesslich kamen wir ja auch nicht zum "fressen" sondern um sich das Konzert anzuschauen und so wackelten wir langsam in Richtung Stadion um unsere - sackteuren - Sitzplätze in Beschlag zu nehmen. Auch hier haben wir wieder die "Arschkarte" gezogen, denn trotz des stolzen Preises waren unsere Plätze nicht gedeckt... Ok, war letztendlich auch nicht so schlimm denn es hat glücklicherweise während dem ganzen Konzert nicht mehr geregnet. Die zwei tanzfreudigen Weiber (ohne jegliches Rhythmusgefühl) vor uns haben wir mit ein paar gezielten Sprüchen dazu gebracht freiwillig den Platz zu wechseln, sehr zu unserem Vorteil wie sich später rausstellte, denn wie wir befürchtet hatten haben die zwei beim ersten Tom von U2 die Rosette angehoben und bis zum Schluss nicht wieder platziert. Habe ich eigentlich schon erwähnt dass die beiden kein Rhythmusgefühl hatten?!

Ach Du Schei**e... U2 haben noch nicht mal angefangen zu spielen und ich hab schon eine ganze Seite vollgeschrieben... Nun gut, dann wenden wir uns mal dem wichtigeren Teil zu, nämlich dem fantastischen Auftritt der Herren Bono, Edge, Adam und Larry.

Der Sound war absolut klar und meiner Meinung nach eines der best abgemischten Konzerte die ich je gehört habe. Es stimmte einfach alles, sogar die Lautstärke war in einem angemessenen Rahmen. Die perfekte Show, von A-Z. Eine fantastische Bühne, mit tausenden kleinen LCD-Bildschirmen, welche die Bühne bei jedem Song etwas anders aussehen liessen. Zu Beginn wurden die Möglichkeiten der Bühne nur wenig genutzt, was einem befürchten liess, dass dies auch so bleibt. Auf den Sitzplätzen war man bei den ersten Songs sehr stark auf die oberen Bildschirme fixiert, auf welchen jeweils die 4 Musiker zu sehen waren. Zum Glück änderte sich dies nach den ersten paar Songs.

U2 gab sich sehr publikumsnah, die 2 grossen Catwalks waren natürlich auch genau dafür gedacht. Bei "All i want is you" durfte ein weiblicher Fan an Bonos Seite (zeitweise in Bonos Arme) was natürlich ebenfalls einen grossen Impact - vor allem bei den weiblichen Zuschauern - zur Folge hatte. Das Publikum selbst dankte es ihnen mit tosendem Applaus zwischen den Songs und einer generell absolut fantastischen Stimmung im "Hexenkessel" Letzigrund.

Bonos Ansprachen und Appelle häuften sich gegen Ende des Konzerts, teilweise war es doch auch etwas zu viel des Guten für meinen Geschmack. Vor "Miracle Drug" bat er die Pharma-Industrie, die Preise für die armen Länder dieser Erde zu senken, wofür er auch von mir natürlich Beifall erhielt. Weiter ging es mit der ausgeklügelten Botschaft "Coexist", wobei das "C" einen Halbmond (Islam), das "x" den Davidstern und das "t" das christliche Kreuz darstellte.

Nach dem fantastischen "Miss Sarajevo" - Bono sang Pavarottis Part gleich selbst und stand dem Tenor m.M.n. in nichts nach - waren auf der Leinwand die ersten 5 Artikel der Menschenrechtserklärung zu lesen bevor mit "Where the Streets have no names" in Richtung Afrika ging.

Nach 2 Zugaben war nach knapp 2 Stunden, um 22h30 der Spuk leider auch schon wieder vorbei. Trotz der ärgerlichen Ereignisse im Vorfeld werde ich das Konzert in meine ewigen Bestenliste aufnehmen. U2?




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